transparenz ist alles — wenigstens in medien-, wissenschaftsunternehmungen. nur durch offenlegen der (aller? — wie?) einflüsse können aktionen „richtig“ eingeschätzt werden.

franz schuh:

aufruf zur moral hilft nichts. [sie muss inhärent sein]

„Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass ein System, von dem alle lange geglaubt haben, immer davon profitieren zu können, nicht durch Freundlichkeit gestoppt werden kann, also nicht, indem wir nach einwandfreien moralischen Regeln miteinander umgehen. Am allerwenigsten wird der Vorwurf der Gier die Akteure von ihrer Gier abhalten.“

„Wesentlich scheint mir, dass die Politik durch die Ökonomie ausgetauscht worden ist.“ [protest also eher im ökonomischen denn im politischen zusammenhang?]

„Das Glück ist eine Funktion des real existierenden Unglücks. Je unglücklicher die Leute, desto mehr gehen sie der Glücksindustrie auf den Leim.“ [vgl. bhutan, wo die „gross national happiness“ da ist, die menschen um ihr glück zu betrügen.]

„Aufklärung ist geglückt, wenn jeder für sich selbst Rat weiss. Wir leben aber in einer Beratungs-Gesellschaft, das hängt auch damit zusammen, dass wir übermoralisiert sind. Jeder hat in unserer Gesellschaft die Moral für die Praxis des anderen, und jeder berät den anderen.“ [!!!]

„Es scheint so, als hätten die Staaten versucht, das Volk in der Mehrheit zufriedenzustellen, um das Ritual des Gewähltwerdens in Gang zu halten. Keiner hat Reden von Blut und Eisen gehalten, sondern man hat ständig aus Selbsterhaltungsgründen über Schulden weitere Schulden finanziert. Lehrreich ist aber, dass das Einkaufen der Bevölkerung nur ein retardierendes Moment war, weil die Leute dennoch nicht mehr bereit sind, die traditionellen Parteien zu wählen.“ [!!]

http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/das_mass_existiert_in_der_logik_des_kapitalistischen_systems_gar_nicht_1.13190222.html

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